Was ist rituelle Gewalt?


Rituelle Gewalt ist eine organisierte Gewalt in der schwere Straftaten begangen werden. Sie ist eine extreme und sadistische Form der Gewalt gegen Kindern und Erwachsene. Das umfasst den systematischen sexuellen, körperlichen, emotionalen und seelischen Missbrauch, der häufig aus Mind Control, Folter und illegalen Tätigkeiten wie Kinderpornografie, Prostitution und Mord besteht. Die Gewalt wird planmässig, zielgerichtet und wiederholt ausgeübt, meistens über einen langen Zeitraum, während Zeremonien. Die Zeremonien sind ideologisch geprägt oder werden inszeniert als Täuschung oder Einschüchterung der Opfer.

Während der Zeremonien werden Opfer häufig dazu gewzungen selber zu misshandeln, zu missbrauchen oder strafbare Handlungen an anderen zu begehen.

Mit Hilfe von Mind Control konditionieren die Täter die Kinder auf Programme die auf Selbstzerstörung, Kultbindung und Schweigen ausgerichtet sind.


Es gibt kleine regionale Kulte die rituelle Gewalt ausüben, sowie Kulte, die untereinander stark vernetzt sind, sogar international.


Opfer berichten davon selbst bei einem Ausstieg aus dem Kult und Umzug an einen anderen Wohnort oder sogar Land, weiterhin vom Kult beobachtet und verfolgt zu werden um den Aussteiger zur Rückkehr zu bewegen. Dies spricht für eine starke Vernetzung der Kulte untereinander. Der Kult lässt die Opfer von Beginn an glauben, dass der Kult allgegenwärtig ist, alles sieht und überall ist. Das ist jedoch eine Lüge und dient der Einschüchterung der Opfer. Vielmehr erklärt sich die Beobachtung und Verfolgung des Kults auch bei Umzug des Aussteigers durch die Vernetzung der Kulte untereinander, in einigen Fällen bezahlt der Kult auch einen anderen regionalen Kult für die Beschattung.


Wer sind die Täter?


Bei der rituellen Gewalt werden laut der Psychologin Ellen Lacter aus den USA 3 Täterkreise unterschieden:


  1. Sex-Ringe (Kindes-Missbrauch, -Misshandlung, -Prostitution, -Pornografie) die Symbole verwenden um Kinder einzuschüchtern, kontrollieren, täuschen und sadistisch sexuell ausbeuten, wobei häufig auch Geld mit den Kindern gemacht wird. Sie verfolgen häufig auch eine Ideologie z.B. faschistische oder satanistische oder kooperieren mit Gruppen die eine solche Ideologie verfolgen.

  2. Einzeltäter und sogenannte Psychopathen die unter antisozialer Persönlichkeitsstörung leiden und satanische Symbole verwenden (z.B. Serienmörder, Vergewaltiger)

  3. Anhänger von Satan oder schwarzer Magie(Misshandlung dient hier zum erreichen der spirituellen Ziele)


Geschätzt wird von Experten, dass die meisten Fälle ritueller Gewalt in die 1. Kategorie fallen: Sex-Ringe.


Die Täter agieren in Gruppen, die Opfer berichten von mehreren Tätern.

Die Täter sind Männer und Frauen und aus allen geographischen Bereichen. In den meisten Fällen werden sie bereits in die Kulte hineingeboren. Ihre Familie befindet sich meist seit Generationen in dem Kult. Kindern werden in den Kult hineingeboren und von Anfang an auf die Aufgaben in der Gruppe trainiert. Selbst bei der Berufswahl bestimmt der Kult die Wahl der in den Kult geborenen Kinder. So wird häufig von ihnen verlangt, dass sie Lehrer oder Ärzte werden. Der Kult legt bei der Berufswahl seines Nachwuchs besonderen Wert darauf, dass die Mitglieder dem Kult dienlich sein werden. Häufig finden sich so unter den Tätern auch sehr angesehene Bürger in hohen Berufen, wie Lehrer, Anwälte, Staatsanwälte, Polizisten, Ärzte und auch Psychiater. Kinder des Kults werden bewusst in Schulen eingeschult, in denen der Kult z.B. Lehrer hat. Auf diese Weise geht der Kult keine Gefahr ein, dass sich das Kind in der Schule jemandem anvertrauen könnte oder als auffällig entdeckt werden könnte. Aus Angst vor dem Kult, jemand des Kults ist immer in der Nähe, wird das Kind sich unauffällig verhalten.


Die Eltern sind an der systematischen Abrichtung der Kinder für rituelle Misshandlungen meistens beteiligt. Die Familien sorgen dafür, dass die Kinder möglichst unauffällig sind, vermeiden dabei allerdings auch, wenn möglich, Kontakte außerhalb der Gruppe. Innerhalb der Familie erleben die Kinder häufig durch die Vater und Mutter sexuelle Misshandlungen und Inzest, ausserhalb der Familie werden die Kinder von einem Elternteil zu Treffen des Kults oder anderen Kultmitgliedern gebracht.


Wer sind die Opfer?


Die Opfer sind meist von Kleinkind, bereits von Geburt an, ritueller Gewalt ausgesetzt. Es sind sowohl Mädchen, als auch Jungen betroffen. Gelangt einem Kind als Erwachsene der Ausstieg aus dem Kult nicht, ist er meist ein Leben lang der rituellen Gewalt ausgesetzt.


Formen der rituellen Gewalt?


Opfer berichten über verschiedene Formen, die zu unterschiedlichen Zeiten, meist über Jahre und Jahrzehnte geschehen:


  • Folter

  • Elektroschock

  • einsperren in einen Käfig

  • Schweigen – mit dem Tode bedroht werden, falls sie jemals über Gewalthandlungen berichten oder sich jemandem anvertrauen sollten

  • Lebendig begraben werden, häufig mit Ratten, Mäusen, Spinnen oder Insekten verbunden

  • Fesselungen (bis hin zu kopfüber aufgehängt werden)

  • Erzwungene Eingabe von Drogen und Medikamenten, auch intravenös

  • Erzwungene Schwangerschaften (bei Mädchen)

  • Inzest

  • Sexuelle Gewalt durch mehrere Täter

  • Kinderpornografie

  • Kinderprostitution

  • Nah-Tod-Erfahrungen durch tauchen der Kinder unter Wasser

  • Ekeltraining (Verwendung von Blut, Urin und Kot)

  • Schlafentzug

  • Nahrungsmittelkontrolle (inkl. Kontrolle was, wann und wieviel ein Kind essen darf und ob ein Kind zu-oder abnehmen soll)

  • Erzwungene Sodomie

  • Verstümmelung und Tötung von Tieren (insbesondere Katzen, Hunde, Ziegen)

  • Erzwungene Gewalthandlungen gegenüber anderen Opfern

  • Beobachtung von Morden der Täter



Vgl. Fliß, Claudia, Igney, Claudia (Hrsg.) (2010):Handbuch Rituelle Gewalt.Erkennen - Hilfe für Betroffene - Interdisziplinäre Kooperation.

Vgl. Miller, Allison (2011): Healing the unimaginable: Treating Ritual Abuse and Mind Control. Karnac Books, England.